PARTIZIPATION

Partizipation in unserer Kita:
gemeinsam entscheiden, gemeinsam lernen

In unserer Einrichtung ist Partizipation mehr als ein schönes Wort – sie ist ein Grundprinzip unseres Alltags. Partizipation bedeutet, Kinder aktiv in Entscheidungen einzubeziehen, die ihr Lernen, ihr Umfeld und ihren Alltag betreffen. Sie stärkt Selbstvertrauen, Verantwortung und soziale Kompetenzen und zeigt Kindern, dass ihre Stimme zählt.

 

 

Partizipation bedeutet: Teilnehmen, Beteiligtsein, Entscheidungen,

welche das eigene Leben und das Leben in der Gemeinschaft betreffen,

teilen und gemeinsam Lösungen zu finden!

 

Die Kinder setzen sich in Beteiligunsprozessen mit ihren Wünschen und Bedürfnissen und denen anderer auseinander und gestalten gemeinsam

tragfähige Lösungen. Dabei erleben sie eigene Grenzen und die Grenzen der Gemeinschaft. Demokratisches Denken und Handeln wird in partizipativen Prozessen fast „nebenbei“ mitgelernt und erlebt.

 

In der Kita gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Partizipation. Mitbestimmung innerhalb desTagesablaufes, der Raumgestaltung, der Essensbestellung, der Festsetzung von Regeln, der Materialwünsche ist bei uns selbstverständlich. Auch bei der Planung von Festen und Feiern werden die Wüsche der Kinder berücksichtigt.

 

Ein fester Bestandteil von unserem Tagesablauf sind sie Morgenkreise, die Themen der Kreise variieren. Jeden Montag gibt es bei uns einen "Mei-Mo" unseren Meinungs-Montag. Alle Kinder treffen sich an diesem Tag in ihren Morgenkreisen zur Kinderkonferenz. Themen des "Meinungs-Montags "sind u.a. aktuelle Anliegen und Themen, Informationen, Abstimmungen und Befindlichkeitsrunden.

 

In unserer Einrichtung werden die Kinder in alle Entscheidungen, welche sie alters- und entwicklungsbedingt schon treffen können, eingebunden.

So können Kinder Regeln, Räume und ihr Miteinander besprechen und reflektieren lernen. Die Kinder werden angehalten, sich in demokratischem Verhalten zu üben.

 

Um Abstimmungen durchzuführen und Meinungsbildung zu visualisieren, kommen bei uns "Smiley Boxen" zum Einsatz.

Auf einer Box ist ein fröhliches Gesicht („ gefällt mir“) zu sehen, auf der anderen Box ein trauriges Gesicht („gefällt mir nicht“)

Mit Hilfe dieser Boxen, in welches bei Zutreffen des eigenen Gefühls oder der Meinung ein Steinchen abgelegt wird, setzen sich die Kinder bewusst mit ihren eigenen Gefühlen und ihrer Meinung auseinander. Die Kinder erfahren, dass sie angehört werden und ihre Meinung oder Beschwerde zählt und sie etwas verändern können.

 

So ist es möglich, die pädagogische Arbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln, zu evaluieren und an den Bedürfnissen der Kinder zu orientieren.

 

Durch die Hand in den Kopf!

 

Die Kinder erfahren mit dieser Methode, dass ihre Bedürfnisse, Wünsche und Beschwerden wahr- und ernstgenommen werden.

Hiermit lernen sie Eigenverantwortung zu übernehmen und für ihre Interessen und Bedürfnisse einzustehen. Sie werden nicht nur angehört, sondern erfahren, dass sie aktiv ihre Umwelt mitgestalten können und Verantwortung dafür tragen.

 

Was bedeutet Partizipation bei uns?

Altersgerecht mitgestalten: Kinder können Ideen einbringen, Vorschläge machen und mitbestimmen, wie Räume genutzt, Projekte geplant oder Rituale gestaltet werden.

Mitentscheiden bei Abläufen: Wir beziehen Kinder bei Routinen, Gruppenregeln und Materialien ein und erklären transparent, warum bestimmte Entscheidungen getroffen werden.

Projektorientiertes Lernen: Gemeinsame Themen werden von Kindern und Fachkräfte begleitet, sodass Ideen Entwürfe, Planung, Umsetzung und Reflexion durchlaufen.

Demokratie im Alltag: Wir üben respektvollen Austausch, Kompromisse finden und Verantwortung übernehmen – in Gruppen- und Einzelgesprächen.

Partizipation von Beginn an: Bereits jüngere Kinder können Vorschläge äußern, z. B. bei der Auswahl von Büchern, Spielmaterialien oder der Gestaltung des Morgenkreises.

Wie unterstützen wir Partizipation?

Strukturen schaffen: Partizipation braucht feste Rahmenbedingungen. Durch klare Abläufe, Zuständigkeiten und Zeiten wird sichergestellt, dass Kinder regelmäßig beteiligt werden und ihre Meinungen ernsthaft einfließen können. (mittels Kinderkonferenzen, Gesprächsrunden, Umfragen können Kinder ihre Ideen, Wünsche und Anliegen kontinuierlich einbringen).

Begleitung und Moderation: Fachkräfte hören zu, stellen Fragen, reflektieren gemeinsam und unterstützen bei der Umsetzung von Ideen.

Sichtbares Feedback: Ergebnisse werden dokumentiert, sichtbar gemacht und gemeinsam ausgewertet, damit Kinder den Erfolg ihrer Beiträge sehen.

Respekt und Gleichberechtigung: Jede Idee wird ernst genommen, Unterschiede respektiert und inklusiv gearbeitet.

Was sind die Benefits für Kinder und Familien?

Stärkere Selbstständigkeit, Kommunikations- und Konfliktfähigkeiten.

Sinnstiftung durch Mitwirkung an realen Projekten (Garten, Exkursionen, Ausstellungen).

Gefühl von Zugehörigkeit, Sicherheit und Wertschätzung.

Transparente Bildungswege, die Familien Einblicke in Lernprozesse geben.

Familien als Partnerinnen und Partner

Wir laden Familien ein, sich aktiv einzubringen: durch Feedback, Beteiligung an Projekten, Mitgestaltung von Veranstaltungen und regelmäßige Gespräche über die Entwicklung ihres Kindes. Ihre Perspektiven helfen uns, die Kita noch besser auf die Bedürfnisse der Kinder abzustimmen.

Möchten Sie mehr erfahren oder Ideen einbringen? Kontaktieren Sie uns gerne oder sprechen Sie bei den nächsten Projektsitzungen mit uns. Gemeinsam gestalten wir eine lebendige, demokratische Lern- und Lebenswelt für jedes Kind.

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